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Home > Touren > Die Blumen Riviera > Von Balzi Rossi nach Bordighera

Von Balzi Rossi bis Bordighera durch die Welt der Berge

Vom Paläolithikum bis ins Mittelalter, von enier Sternwarte bis zum kleinsten "Fürstentum" der Welt: eine abwechslungsreiche Strecke durch die Roja-, Nervia- und Crosia Täler.

Die Riviera dei Fiori beginnt nördlich der französischen Grenze. Erste Station unserer Route ist Balzi Rossi, das für die Archäologie wichtigsten Gebiet Liguriens. Die eindrucksvollen Grotten hoch über dem Meer waren vor 200.000 Jahren von Menschen bewohnt, deren Spuren im Museum der Vorgeschichte zu sehen sind. Wenige Kilometer weiter fängt das Mortola-Vorgebirge an; hier warten die Giardini di Villa Hanbury auf uns, ein 18 Hektar großer Park mit Palmen und Kakteen, Pflanzen aus Asien und dem australischen Busch.
Hinter Ventimiglia kommen wir über die S.S. 20 über den Colle di Tenda in das schmale Roja-Tal, durch das einstmals die Straße zum mühsamen Salztransport verlief. Hier liegt Airole, ein romantisches mittelalterliches Städtchen mit der Kirche Santi Giacomo e Filippo. Das Fest der Patronheiligen wird hier am l. Mai gefeiert. Etwas weiter höher, dicht an der französischen Grenze, liegt Olivetta San Michele, ein aus zwei Stadtkernen gebildeter Ort. Doch kehren wir nach Ventimiglia zurück: von hier aus geht es nach Vallecrosia,  das für seine Blumenpracht und das Museum des italienischen Lieds bekannt ist. Hoch über dem alten Festungsstädtchen erhebt sich der charakteristische Wachturm. Weiter geht es in das Nevia-Tal in Richtung Pigna.
Hinter Camporosso mit den Ruinen der Kirche San Pietro (XI sec.) mit einem quadratischen Glockenturm liegt Dolceacqua, das vom Strom Nervia zweigeteilt wird. Sehenswert die elegante, in nur einem Bogen gebaute Brücke aus dem Mittelalter und das Santa Devota-Polyptychon von Ludovico Brea in der Pfarrkirche Sant'Antonio Abate, die alte Burg, unter der im August ein Musikfestival stattfindet, und die Pfarrkirche von San Giorgio. Wer mehr über das Städtchen wissen will, kann das 'Visionarium' besuchen.
Berühmt ist der Ort auch für seine Prozession (im Januar) und seinen ausgezeichneten Wein (Rossese). Weiter geht unsere Route nach Rocchetta Nervina, einem alten Festungsstädtchen, das im Sommer ein Fest feiert, das ganz der ortstypischen Spezialität (Ziegenfleisch mit Bohnen) gewidmet ist. Zurück geht es über die Hauptstraße nach Isolabona, mit seinem schönem  Steinbrunnen aus dem Jahre 1486.
Von hier führt die Straße nach Pigna hinauf, einem kleinen, am Hang liegenden Städtchen mit der schönen Loggia della Piazza Vecchia, der Pfarrkirche San Michele aus dem XV.Jahrhundert mit einem großen Altarbild und, der Kapelle San Bernardo mit einem interessanten Freskenzyklus. Die Thermen des Nervia-Tals, das der Dichtkunst und der Komödie 'Intemelia' gewidmete Festival  im Juli und das Pilzfest im September machen Pigna zu einem besonders attraktiven Ausflugsziel.
Über eine von Oliven- und Kastanienbäumen umsäumte Straße kommen wir von hier nach Castelvittorio, einem mittelalterlichen, hoch über dem Tal liegenden Städtchen. Von der Bergspitze aus schaut San Vittorio auf die roten Dächer der umliegenden alten Häuser. Am ersten Sonntag nach 15. August wird hier das Fest von 'Turtun' (Gemüsepastete auf heißem Stein gebacken) gefeiert.
Weiter bringt uns unser Weg auf 900 m Höhe nach Bajardo, das auf der Spitze eines Felsausläufers liegt. Auf der "terrazzo sulle Alpi" genießen wir die herrliche Aussicht auf die Alpen Liguriens und die Seealpen. Das Oratorium von San Salvatore dagegen bietet ein Altarbild von Emanuele Maccari (1552, 'Die Verklärung Christi'). Das bunte Volksfest 'Ra Barca' zu Pfingsten erinnert an den tragischen Tod der Tochter des Grafen von Bajardo, die auf der Flucht mit ihrem Geliebten im Meer ertrank.
Von hier aus steigen wir hinab nach Apricale, dem zwischen Olivenhainen auf einem Berghang liegenden 'Land der Sonne'. Ein Bogentor aus dem Mittelalter und steile, mit modernen Wandmalereien verzierte Wege führen uns nach Castello della Lucertola mit einem schönen Museum und dem Oratorium San Bartolomeo, mit einem Holzpolyptychonäus dem 16. Jahrhundert. Im August wird dieses alte Städtchen durch seine vielen kleinen Kunstgewerbegeschäfte und Ateliers zu einem wahren Freilufttheater. Dem Fest des Patronheiligen am 8. September folgt, am näheren Sonntag, das der 'Pansarola', einer süßen ortstypischen Leckerei, gewidmete Fest.

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Wenige Kilometer weiter kommen wir auf den Hügel von Perinaldo das zwischen Olivenhainen und Weinstöcken hoch über dem Crosia-Tal liegt. Die Sternwarte erinnert an den im 17. Jahrhundert hier geborenen großen Astronomen Gian Domenico Cassini, der am Hof des Sonnenkönigs tätig war. Das im XI. Jahrhundert gegründete Städtchen wartet mit der Kirche von San Nicolò und einem Holzkruzifix aus dem 15. Jahrhundert auf uns. Am zweiten Hälfte September findet hier das Fest von Santa Giusta statt. Nach ca. 20 km kommen wir nach  Seborga  auf eine Hochebene mit einer herrlichen Aussicht. Der frei gewählte Herrscher dieses kleinen Fürstentums,das eine verwickelte Geschichte aufweist, stellt eigene Pässe, Briefmarken und Münzen her. Sehenswert der Palazzo dei Monaci.

Weiter geht es nach Vallebona, einem malerischen Städtchen mit vielen romantischen Winkeln und einer Treppe aus Stein, das im Mittelalter in der für in Ligurien typischen Struktur angelegt wurde. Zwischen den Mauern der Häuser springt immer wieder der Felsen hervor. Die Kirche San Lorenzo hat einen Glockenturm aus dem XIII. Jahrhundert und ein schönes Portal aus behauenem Schiefer. Von hier aus steigen wir ans Meer nach Bordighera hinab.
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