San Ampelio

Die Blumenriviera hat nicht nur ein türkisblaues Meer sondern auch grüne Wälder und das Grau der Alpengebirge zu bieten. Hier warten, weitab von den mondänen Hotels der Küste und dem berühmten Spielkasino, stille Wälder und romantische Ortschaften auf den Besucher.

Zwischen Capo San Ampelio und Capo Nero liegt Ospedaletti, das im 14. Jahrhundert von den Rittern des Hl. Johannes von Jerusalem gegründet wurde.

Wo sollen wir zuerst Spazierengehen? Im alten Städtchen mit der Kirche Sant’Erasmo, und dem alten Hospiz für Pilger, oder in der Neustadt zwischen Palmen, Eukalyptus, Villen und Gärten? In jedem Fall warten interessante Sehenswürdigkeiten auf uns. So wie die beiden aus dem 16. Jahrhundert stammenden Sarazenertürme. Wenn wir an der Küste entlang gehen, kommen wir nach Sanremo und das Sonnenlicht des Meeres geht in die kontrastreichen Farben des Waldes von San Romolo über. Wo befinden wir uns eigentlich, in den Dolomiten? Doch kehren wir auf die Hauptstraße zurück. Nach 9 km steigt die Straße nach Bajardo an, wo eine herrliche Aussicht auf uns wartet. Und wenn wir die Route Nr. l in umgekehrter Reihenfolge verfolgen, erreichen wir zwischen Olivenhainen und KastanienwäldernCastelvittorio und anschließend Pigna (diese drei Ortschaften werden in der Reiseroute l beschrieben).

Die Straße nach Langan führt uns in die Berge hinauf. Wir wandern in einer unberührten Natur, wo wir weder auf Häuser noch Menschen treffen, sondern nur das Schweigen der Berge. Eine Welt, die nur uns gehört. Hinter dem 1127 m hoch gelegenen Colle di Langan führt der Weg den Berg hinunter in die Berggegend San Giovanni dei Prati. Hier baut sich der imponente, 1627 m hohe Monte Ceppo vor uns auf. Wir befinden uns weitab vom Meer, mitten in den Alpen. Die Luft ist vom würzigen Duft der Wälder erfüllt. Der nächste Ort heißt Vignai und scheint aus einer anderen Zeit zu stammen. Wie in einem Zauber fühlen wir uns Jahrhunderte zurück versetzt. In dieser verzauberten Welt begeben wir uns auf die Hauptstraße zurück und erreichen nach 9 km Fahrt den Ghimbegna-Paß und von hier aus das Armea-Tal.

Hier liegt die Wallfahrts-kirche Madonna della Villa aus dem 13. Jahrhundert, die allerdings im XVII. Jahrhundert umgebaut wurde. Das Dorffest feiert man hier am 8. September. Im Tal liegt zwischen Gemüsegärten und Weinkulturen Ceriana, mit seinen mittelalterlichen Häusern aus grauem Felsstein, die Schulter an Schulter gebaut wurden, um das Städtchen gegen Eroberer zu verteidigen. Sehenswert ist die Kirche Santo Spirito mit ihrem im Rinascimento-Stil gehaltenen Inneren, aber auch die Pfarrkirche San Pietro con mit einer schönen Barockfassade.

Weitere Sehenswürdigkeiten sind die alten Olivenpressen und die Prozession der Bruderschaften in der Woche vor Ostern. Doch begeben wir uns auf die Hauptstraße zurück. Nach nur etwa 12 km kommen wir wieder nach Sanremo und genießen die herrliche Blumenpracht dieser Stadt.