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Die Riviera: Berge, die sich ins Meer stürzen


Zwischen Capo Cervo und die französischen Grenze wechseln sich Buchten und Häfen miteinander ab, die sich in 300 Meter Höhe in eine Landschaft von Bergen, Tälern und Schluchten verwandeln.

Wenn der Besucher an der Riviera dei Fiori ankommt, muß er sich zunächst entscheiden: Sucht er die Sonne,den Strand, die Farben des Meers? Will er den Tag und Nacht von Leben überquellenden Städten Liguriens einen Besuch abstatten? Zieht es ihn an die frische Luft in den Wäldern und Bergen? Oder in die mittelalterlichen, an die Berghänge geklammerten Städtchen mit ihren alten Türmen, Häusern und Kirchen? Oder macht ihm die einheimische Küche mit ihren gesunden Gemüsen und frisch gefangenem Fisch, dem ausgezeichneten Olivenöl und den edlen Weinen den Mund wäßrig?
Ist es die Meeresluft? Sind es die Blumen? Oder ist es der Duft der Wälder, ist Ligurien doch die italienische Region mit dem größten Waldbestand? Und das, obwohl wir uns gleich am Meer befinden. Doch dreht man sich nur um und schaut in die Höhe, schon präsentiert sich eine gänzlich andere Landschaft mit sanft abfallenden grünen Hügeln und steilen Berghängen. So gleicht die ligurische Riviera einem Berg, der sich ins Meer stürzt. Hinter Capo Cervo an der französischen Grenze wechseln sich Buchten und Häfen miteinander ab, die sich in 300 Meter Höhe in eine Landschart von Bergen,Tälern und Schluchten verwandeln. Hier wird sich niemand langweilen,denn Ligurien ist der ideale Ort für einen Urlaub, der Abwechslung, Spaß und eine einmalige Landschaft garantiert, in der einfach nichts fehlt.
Was eigentlich macht den Urlaub am Meer einmalig? Daß es selbst im Winter lauwarm ist? Das gleißende Licht, in dem sich jede Welle badet? Seine türkisblauen, in unmittelbarer Nähe zum Felsen liegenden Tiefen? Sind es die Strande mit ihrem feinen, goldgelben Sand? Ist es der graue Felsstein der Berge, der vom Grün der Kiefernwälder gekrönt wird? Oder ist es das Rot der Bougainvillea, das beinahe die gesamte Küste einrahmt? Überall warten hier Motive mit einer unvergleichlichen Farbpalette auf uns, und wenn wir unseren Fotoapparat nehmen, dann macht die Riviera jedes Bild zu einem Meisterwerk. Angesichts der Schönheit der Natur wird man hier zum Künstler. Und so haben schon viele berühmte Maler, Dichter und Schriftsteller ihre Werke der Blumenriviera gewidmet. Lassen wir uns also verzaubern.
Wenn wir zuschauen, wie die durch die Palmen dringende Sonne im Meer untergeht, könnten wir glauben, auf einer tropischen Insel zu sein. Wir befinden uns mitten im "Land der 1000 Farben". Doch dieses Land bezaubert nicht nur durch seine Farbenpracht sondern auch mit seiner Speisekarte. Wer ein Volk kennenlernen will, der sollte seine Küche besuchen, hat ein kluger Kopf gesagt.
Kosten wir also die schmackhaften ligurischen Gerichte, um mehr über die Ligurier zu erfahren. Die einzigartige Focaccia wird mal mir Käse, mal mit Oliven garniert, und jeder Bäcker, der aufsich hält, erfindet ein neues Rezept. Das gleiche gilt auch für die Pizza: Abwechslung macht den feinen Unterschied! Das berichtet auch der amerikanische Schriftsteller und Feinschmecker Fred Plotkin, der in Ligurien etwa zehn verschiedene Rezepte für die Kräutersoßc Pesto entdeckt hat. Aus der Notwendigkeit, die wenigen Bestandteile zu nutzen, die die karge Erde zu bieten hat, haben die alten Ligurier mit wohlriechenden Krautern zubereitete Gerichte kreiert, die kleine Meisterwerke sind. So sind 'Persa' (Majoran), Thymian, Petersilie und Mangold die natürlichen Zutaten für Pasteten und gefüllte Zucchini und Zwiebeln. Der berühmte 'Preboggion ligure' ist ein kleiner Strauß aus wild wachsenden Krautern, die Minestrone wie gefüllte Ravioli zu einem herzhaften Schmaus werden lassen. Dazu kommen die Gerichte mit frischem Fisch oder mit gefüllten Sardinen, einer wahren aber um so wohlschmeckenderen Geduldsarbeit. Eine ärmliche Küche? Oder eine vor allem gesunde Küche, die reich an Geschmack ist, der durch das extrareine Olivenöl noch hervorgehoben wird? Ganz zu schweigen von den ausgezeichneten Weinen Liguriens.
Am Abend warten über die ganze Riviera verteile Gaststätten, Theater und Festveranstaltungen auf uns. Und die Freunde der Kultur werden sich über die zahlreichen Museen, die alten Villen, die Barockkirchen und viele berühmte Kunstwerke freuen. Schließlich geht es mit den 200.000 Jahre alten Höhlen bei Balzi Rossi bis in die Vorgeschichte, und auf Archäologen wartet das römische Theater in Ventimiglia.
So kommt in Ligurien jeder auf seine Kosten. Doch verlassen wir die Küste, und begeben wir uns in die Hügel, die nur wenige Kilometer landeinwärts auf uns warten. Hier hat die Natur mit ihren herrlichen dichten Wäldern ein Ambiente gescharfen, in das der Mensch lange Zeit nicht einzugreifen gewagt hat. Ein Tal geht, mal steil und mal sanft abfallend, ins nächste über. So geht auch unser Weg immer wieder auf und ab, und wir können kilometerweit wandern, ohne eine Menschenseele anzutreffen. Sind wir tatsächlich in Italien, dem Land, in dem Menschenmassen die Regel sind? Die Luft ist klar und fein, von einem Duft von Kiefern und Gräsern durchdrungen. Es entsteht der Eindruck einer ursprünglichen Welt, die bis heute unverändert geblieben ist. Auf dem Grat eines Berges liegt ein mittelalterliches Städtchen mit alten Steinhäusern und schmalen Gassen aus Kieselstein, beherrscht von einem Kirchturm und einer zerfallenen Burg.
Wir besuchen die alten Olivenölpressen und die Gaststätten auf dem Lande mit ihrer traditionellen Küche mit frischem Gartengemüse. Wir wandern zwischen Olivenbäumen, Steineichen,Weinreben, Brombeersträuchern,Nußbäumen, Kiefern und Röhricht. Hinter jeder Wegbiegung wartet ein neues Bild auf uns. Eine wunderbare Natur, die speziell für Radtouren oder Wanderungen geschaffen zu sein scheint. Zur Stärkung laden gemütliche Gaststätten mit romantischen Lauben ein. Die Zeit vergeht bei Gemüsepasteten, Kräuter-Ravioli, einer mit Pesto zubereiteten Gemüsesuppe,gemästetem Kaninchen aufligurische Art und vom Wirt selbst mit Ziegen- und Schafsmilch zubereitetem Käse. Hier scheint die Zeit stillzustehen.
Ein Eindruck, der durch die Arbeiten der Bewohner dieses Landstreifens bestätigt wird: Kilometerlange kleine Steinmauern grenzen die bewirtschafteten Areale der Berghänge ab und lassen rechteckig angelegte kleine Gemüsegärten, Olivenkulturen und Weinhänge entstehen. Die Landwirtschaft hat hier mit dem extrareinen Olivenöl und den charakteristisch duftenden Weinen zwei besonders geschätzte Produkte hervorgebracht. Besonders schön aber ist, daß dabei auf den Schutz der Natur und Umgebung größter Wert gelegt wurde.

 

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Sportmöglichkeiten an der Riviera dei Fiori
Überall lädt das Meer zum Segeln oder zum Ausflug mit dem Motorboot ein. Die beliebtesten Ausgangspunkte für diese Sportarten sind Ventimiglia, Sanremo, Bordighera, Santo Stefano al Mare, Imperia, Diano Marina und San Bartolomeo al Mare. Das gleiche gilt für Windsurfer und Kanusportler.
 
 

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