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Sehenswertes
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Hinsichtlich der Vielzahl an verwendeten Kräutern gebührt dem Basilikum ein Ehrenplatz. Es wird in einem Keramiktopf mit nur wenig Erde auf dem Fensterbrett gezogen. Als typisch ligurische Pflanze eignet es sich nicht zum Anbau an anderen Orten. Sein Geschmack verfeinert die sogenannten Armengerichte wie "Condiglione", ein bunter natürlich mit Olivenöl abgeschmeckter Salat, zu dem auch Tomaten, Sardellenstreifen, gesalzene Oliven und Knoblauch gehören. Basilikum ist auch die Grundzutat für "pesto", die ligurische Sauce schlechthin, die aus Basilikum, Knoblauch, Pinienkernen, Parmesan- und Pecorinokäse sowie Olivenöl gewonnen wird. "Pesto" wird zur Gemüsesuppe "minestrone" gereicht, die zusammen mit kleingeschnittenen Nudeln warm oder kalt serviert wird. Außerdem zu Pastaspezialitäten wie Trenette und Troffie mit ihrer typischen Muschelform sowie zu Gnocchi aus Kartoffelteig. Die hausgemachten mit Fleisch, Gemüse, Eiern, Parmesankäse oder auch nur mit Kürbis gefüllten Ravioli sind das reichhaltigste Gericht der Riviera, das an Feiertagen, und vor allem am 25. Dezember aufgetischt wird. |
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| Nichts anderes als krosses, mit Olivenöl beträufeltes Brot ist die sogenannte "focaccia", die zum Frühstück eingenommen wird. An einigen Orten der Riviera wird die Focaccia mit geschmolzenem Käse, schwarzen Oliven oder kleingeschnittenen Zwiebeln verfeinert. |
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| Im Gebiet um Imperia dagegen herrscht eine Art Pizza vor, die mit Tomatensugo, Kapern, Oliven, Knoblauch und Oregano zubereitet wird. Ihr Name "piscialandrea" rührt von dem aus Oneglia stammenden Admiral Andrea Doria her, dem diese Pizza anscheinend sehr mundete. Hervorragend geeignet für den Imbiß zwischendurch ist die appetitliche Farinata aus in Wasser angerührtem Kichererbsenmehl. Dazu gehört Salz, Olivenöl und rohe Frühlingszwiebeln. Der Teig wird im Holzkohlenofen auf runden Kupferblechen gebacken. |
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| Eine Alternative ist die "paniccia" oder "panissa" in Wasser gekochtes Kichererbsenmehl, das mit Zitrone, Pfeffer und Olivenöl abgeschmeckt heiß oder auch kalt, in Scheiben gebraten, verzehrt wird). Nicht zu vergessen die Gemüsetorten in verschiedenster Kombination mit Mangold, Artischocken, Zucchini, Kürbis unter Beigabe von Reis, Eiern oder Parmesankäse. Eine wahre Überrascung unter den Desserts hinsichtlich der unkomplizierten Zubereitungsweise ist der "castagnaccio" (in Wasser angerührtes Kastanienmehl mit Pinienkernen und Rosinen). Kleine Apfelküchlein heißen im Dialekt "frisciöi" und "cubaite" sind knusprige Scheiben aus einem Honig-Nußteig. Dazu kommen die vielen Variationen der "bugie" und "canestrelli". |
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| Eine Art eifersüchtiger Protektionismus waltet über den lokalen Weinsorten, sei es ein edler Roter oder ein ebenso qualitativ hochwertiger Weißer mit ihrem intensiven Bouquet. Zeugnis des mühseligen Anbaus in Weinbergen, die auf engsten Raum angelegt sind und oft auf Felsenspornen thronen. In Diano Castello und Umgebung wird ein ausgezeichneter Vermentino angebaut, ein für Aperitif und Fischgerichte hervorragend geeigneter Weißer. Der Vermentino ist aber auch ein passender Begleiter von Fleischvariationen, darunter Kaninchenbraten mit Oliven. In den Gemeinden von Aquila, Borghetto d'Arroscia, Pieve di Teco, Ranzo und Vessalico dominiert der Pigato, als trockener Weißwein ideal zu frischem Gemüse und sonstigen leichtbekömmlichen Gerichten. Erwähnt sei noch der Dolcetto aus Pieve di Teco, der bekannte Rotwein Ormeasco aus den Hügeln um Pornassio und die Rosésorte Sciacchetrà, alles trockene, vollmundige Weinsorten und damit passend zu Pasta-, Fleisch- und Wildgerichten. |
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