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Sehenswertes
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| Valle Arroscia - Auf den Spuren der Vergangenheit |
| Strenge Wächter des Tales |
| Die geschlossenen Ortschaften des Tales in strategischer Lage bieten zahlreiche und wertvolle monumentale und künstlerische Anhaltspunkte, die von der romanischen Baukunst bis zum Barock und zum Klassizismus reichen, mit einer wunderlichen und anziehenden Verschmelzung von piemontesischen, provenzalischen und ligurischen Elementen. |
Von der "Pietra delle Croci" zu den napoleonischen Heerscharen
| Das auf die Viehzucht ausgerichtete Bergland ist seit der Vorzeit von wandernden Völkern von den Ufern des Mittelmeeres nach dem Norden Europas durchzogen worden. |
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Etwas Geschichte
| Im Tal des Arroscia sind die Zeugnisse der vorgeschichtlichen Menschen auf wenige Steinwerkzeuge beschränkt, auf keramische Scherben und einige Muschelketten, die in den Höhlen der Umgebung, den "arme", aufgefunden wurden. Aussagefähige Funde, um die Anwesenheit der Menschen zu bestätigen, stammen jedoch erst aus der Zeit der Jahrtausendwende. Im Mittelalter gehörte das Arrosciatal den Grafen von Ventimiglia und den Markgrafen von Clavesana und war ein Kampfplatz zwischen der Republik von Genua und dem Herzogtum von Savoyen. Aus jener Epoche stammen zahlreiche Festungsanlagen, unter diesen die des Colle di Nava, der die Grenze zwischen den Gebieten der "Superba" (der "Stolzen") und dem sabaudischen Herzogtum bildete. Um das Ende des 18. Jahrhunderts wurde das Tal von den napoleonischen Heerscharen auf dem Italienfeldzug durchzogen. Später wurde das Gebiet dem Königreich Sardinien angeschlossen und folgte dessen Geschick bis zur Einheit Italiens. |
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Die Weiler des Tales
| Sie liegen in nevralgischen Punkten des Tales, entlang der Strecke, die seit Jahrtausenden den östlichen Teil Liguriens mit dem Tal des Tanaroflusses im Piemont verband. Sie sind die Hüter wichtiger Kunstwerke und der alten Überlieferungen. Sie hatten beschützende Aufgaben, sie stellten die wichtigen Marktplätze des Tales dar, es waren Bergdörfer oder einfache Almhütten. Ihr Ursprung reicht in die Vergangenheit zurück, doch bezaubern sie noch heute den Touristen durch die Vielfalt der Landschaftsbilder und dem Charakter der Menschen. |
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Die Laubengänge von Pieve di Teco und die Weingärten von Pornassio
| Zweihundert Familien verließen ihre im Tal verstreuten Wohnstätten, um im Jahre 1232 der Gründung der Gemeinde Pieve di Teco beizuwohnen, die vom Markgrafen von Clavesana angeordnet worden war. Der Bau des ersten Dorfkernes beanspruchte acht Jahre und eine Burg wurde zum Schutz hinzu gefügt, einige Ruinen sind noch sichtbar. In kurzer Zeit wurde es der wichtigste Handelsplatz des gesamten Gebietes. Auf der Hauptstraße mit eleganten Laubengängen aus schwarzem Stein öffnen sich zahlreiche Werkstätten: Erzeuger von Schuhwerk, Papier, Seifen, Stoffen, Lederwaren, welche für den Betrieb ihrer Unternehmen sich des Wassers des Arrosciaflusses bedienten, ebenso wie die Öl- und Weinpressen und die Mühlen. |
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| Der Reiz von heute ist der gleiche wie seinerzeit. Der Ort stellt auf diskrete Weise seine Eleganz und seine Kunstschätze zur Schau. Beeindruckend ist die Kirche Madonna della Ripa (15.Jh.) mit ihrem dreistöckigen Glockenturm, der mit Wahrscheinlichkeit an der Stelle des ehemaligen Sprengels steht. Eindrucksvoll ist die Kirchenhalle innen, durch Säulen und Bögen aus schwarzem Stein und durch alte Fresken. - 24 sind die Säulen des Kreuzganges - dem größten Liguriens - des gleichaltrigen Klosters der Agostinianer. Neuklassisch ist hingegen die Kirche Colleggiata di San Giovanni Battista, die mit einer großen Kuppel versehen ist, einen zentral angelegtem Glockenturm hat, eine hohe schmale Frontseite mit einer Vorhalle zum Tor aufweist und innen Gemälde von Giulio Bensi, Domenico Piola und Luca Cambiaso bewahrt. |
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| Pornassio war bereits früher eine befestigte Ortschaft in der Talebene und wurde durch das Castello mit einem eleganten Turm beschützt. Der Ort weist die letzten Olivenhaine des Tales auf und die ordentlich angelegten, sonnigen Weingärten, die ausgezeichnete Weine erzeugen. Die herrliche Kirche San Dalmazzo romanischen Ursprungs wurde im 15.Jh. überarbeitet und innen durch Werke des Malers Giovanni Canavesio geschmückt. |
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Die anderen Ortschaften des Tales
| Ruhe, Frieden und Stille sind die Sensationen, die von den zahlreichen Dörfern des Tales ausstrahlen. Darunter befindet sich Vessalico mit der schönen Kirche Sant'Andrea romanischen Ursprungs. Dann auch Borghetto d'Arroscia, ein ländlicher Weiler mit einer schönen barocken Pfarrkirche. Das Glanzstück von Ranzo ist die Kirche San Pantaleo, die, auch wenn in den Jahrhunderten mehrmals überarbeitet, noch eine Apsis aus dem 11.Jh. aufweist mit wertvollen Fresken des im Orte geborenen Malers Guido da Ranzo ). Und, im nahe gelegenen Vorort Costa Bacelaga von Ranzo, ist das barocke Beispiel des Oratoriums mit eliptischem Grundriss Nostra Signora della Neve zu erwähnen. Und schließlich noch Aquila d'Arroscia mit der interessanten Kirche Santa Reparata mit einer neoklassischen Kuppel in der Form einer Halbkugel, und Armo in lieblicher Lage zu Füßen des Berges Rocca delle Penne. |
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Volkstümliche Gotik in Rezzo
| In Rezzo, ein Ort mit den üblichen ländlichen Eigenschaften des ligurischen Ponente, steht die Wallfahrtskirche Santuario di Nostra Signora del Sepolcro, die 1492 geweiht wurde und in deren Inneren eine Reihe von wertvollen Fresken von Pietro Guido aus dem Jahre 1515 zu sehen ist, die den Passionsgang Jesu, einen Ritt der Laster und die Monatsallegorien darstellen, eine seltsame in volkstümlichem spätgotischem Stil gehaltene Sammlung in einer ausgesprochenen Renaissancezeit. |
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Die Bergdörfer
| Schließlich wird das Hochtal erreicht. Ausgedehnte Weiden, blumenbespicktes Grasland und kleine charakteristische Dörfer, die sich durch ihre Bauweise auszeichnen, typisch für alle alpinen Niederlassungen, die sich vor der Winterstrenge schützen müssen. Die Fenster und Türen sind in der Zahl und Ausmaßen beschränkt, die Übergänge sind überdacht, die Häuser lehnen aneinander. Dort stehen Montegrosso Pian Latte mit einer barocken Pfarrkirche, Cosio d'Arroscia mit dem Glockenturm aus Ziegelstein aus dem 14. Jh., sich an das Gemeindehaus anlehnt, Mendatica mit einer barocken Pfarrkirche, die den Heiligen Santi Nazario e Celso gewidmet ist. In der Umgebung steht die Cappella di Santa Margherita, die ein bearbeitetes Portal aufweist und Fresken aus dem 15.-16.Jh. |
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| Das Gebietsmuseum des Valle Arroscia |
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Eine neuartige und wirksame Auslegungsweise des Gebietes, welche dem Besucher, durch die Einrichtung einer Reihe von Museumspunkten in den elf Gemeinden des Tales, die Möglichkeit bietet, seine Kenntnisse der ortsbezogenen Umwelt zu vertiefen, in geologischer, geschichtlicher und künstlerischer Hinsicht. Die Bevölkerung kann dank der Museumspunkte Elemente der eigenen Traditionen und des Kunstgutes wieder gewinnen und bewerten, die andernfalls verloren gehen würden, und größeres Verständnis für die gegenwärtigen Verhältnisse schaffen. (Auskünfte bei: Ufficio Turistico der Gebirgsgemeinschaft des Hochtales des Arroscia - Tel. ). |
| Das Image des Gebietes von Kartografen und "007"-Agenten der Epoche |
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"Das Gebiet und sein Image in den Zeiten" ist der Titel einer permanenten Ausstellung von geschichtlichen geografischen Karten, die in Mendatica veranstaltet wird. In ihr werden fotografische Reproduktionen von unzähligen Karten vorgeführt, teilweise niemals abgedruckt, die zwischen dem 16. und 19. Jh. wegen Grenzstreitigkeiten zwischen Frankreich, dem sabaudischen Staat und der Republik von Genua zusammen gestellt wurden. Besonders interessant sind die "gefalzten Karten", die zu spionistischen Tätigkeiten verwendet wurden. |
| Die Festungsbauten von Nava |
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Die strategische Rolle des Valle Arroscia, Grenz - und Durchzugsgebiet, wurde auch in napoleonischen Zeiten erkannt und durch den Bau von einer Reihe von fünf Festungen auf dem Colle di Nava bekräftigt, heute ein bekannter Urlaubsort in den Bergen. Die Festungsanlagen, aus gehauenem Stein und Mörtel und durch Erde abgedeckt, behalten auch heute noch einen strengen Charme. Die mittlere Festung, besuchsfähig, ist der Sitz für suggestive kulturelle Veranstaltungen. |
| Steinernes Kulturgut |
Stein ist natürlich der traditionelle Baustoff des Tales des Arroscia. Die Möglichkeit dieses Material zu verwenden und zu bearbeiten, sei es bei der Formgebung des ländlichen Bodens, sei in den Bauten, ist in allen Fällen Erbgut des gesamten Hinterlandes Liguriens. Gleichzeitig steht fest, dass Forscher eine Reihe von Ausführungen, oder besser gesagt von ornamentalen Typologien, herausgefunden haben, die auf eine autentische Schule von Steinmetzern aus Cénova zurück zu führen ist, in einem ländlichen Flecken bei Rezzo, auf der antiken Verbindungsstraße zwischen Oneglia und dem Piemont. Die Schule der Steinmetze (Scuola di Lapicidi) von Cénova war seit dem Ende des Mittelalters tätig und hat aussagende Zeugnisse nicht nur im Tal um Rezzo, in Pieve di Teco und den umliegenden Seitentälern hinterlassen, sondern auch in den entfernteren Tälern von Triora und des Rojaflusses. Die Schule von Cénova erzielte ihren Höhepunkt um die Mitte de 16.Jh. durch die Gebrüder Valenzi und mit der Realisierung des grandiosen Portals der Kollegiatskirche von Tenda. Jetzt können die Straßen des Dorfes durchlaufen werden, ein sehr kleiner doch reizvoller Ort, um die Torbogen zu betrachten, die mit raffinierten ungewöhnlichen Ornamenten geschmückt sind. |
| Die Tore aus Schiefer |
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Eine konstante Eigenschaft der Orte des Tales sind die Torbogen aus bearbeitetem Schiefer, welche die Paläste, die Kirchen und die Wallfahrtstätten schmücken. Die wertvollsten Exemplare können in Pieve di Teco betrachtet werden - unter diesen das Tor der Kirche dell'Annunciazione im alten Krankenhaus San Lazzaro (1402), - sowie in Rezzo, in Montegrosso Pian Latte, Pornassio und Mendatica. |
| Die Wahrzeichen einer Epoche |
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Einige elegante Steinbrücken mit Eselsrücken und einige Teile der Saumpfade weisen die alte Strecke nach, die im Mittelalter Oneglia, Lavina, Montegrosso und Nava verband. Pieve di Teco und Pornassio waren die Talwächter im Auftrag der Republik von Genua. |
| Nachbarschaft der Kulturen |
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Die Bergdörfer des Arrosciatales, die gewöhnlich von Hirten bewohnt werden, zeigen ihre Verwandschaft mit der alpinen Kultur des Nachbartales des Tanaroflusses durch den großen Einsatz von Holz als Baustoff für Treppen, Balkons, Trockenhallen, Scheunen und als Stützbalken. |
| Machenschaften im Palast |
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Die Burg der Clavesana von Rezzo wurde in einen herrschaftlichen Sitz umgebaut und um das Ende des 17.Jh. wieder mit Befestigungen ausgestattet. In ihren großen Sälen, in den unterirdischen Räumen, in den Küchen wiederhallen noch heute Legenden von Intrigen, Folterungen und jus primae noctis. | | | |
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